Die Kirche St. Marien in Köln-Fühlingen
Die Krippe von St. Marien
Bei der Krippe in Fühlingen fällt die Darstellung des Lebens Christi auf. Die Treppe ist ein Hinweis auf den Lebensweg Christi, von der Geburt bis zum Tod am Kreuz oder von seinem irdischen Leben bis zur Himmelfahrt. Auf den Treppenstufen stehen fünf Weihnachtssterne für die Wundmale Christi und Blumen im Moos für die zwölf Apostel. Die Hirten verdeutlichen, dass Gott nicht zwischen Arm und Reich unterscheidet.
Die Drei Könige bereiten sich im Raum neben der Krippe vor (sie gelten als die ersten Pilger). Sie werden am 6. Januar zur Krippe geführt. Kaspar trägt einen Pilgerstab mit einer Fahne. Das Wappen der Fahne ist das Wappen von Kardinal Frings, der als junger Priester in St. Marien gewirkt hat. Neben seinem Wappen ist das Logo des Weltjugendtags 2005 zu sehen.
Die Krippe wurde in den letzten Jahren von Hans-Georg Otto (verst.) und Gertrud Küppers in drei Tagen mit wenigen Helfern aufgebaut.
Informationen zum Kirchbau
Betritt man die Kirche am Dorfrand von Fühlingen, wähnt man sich in einer bis zum letzten Ausstattungsstück perfekt erhaltenen neugotischen Kirche. Der Raum strahlt große Harmonie und Einheitlichkeit aus, und erst bei genauerem Hinsehen bemerkt man die englischen Schriftzüge in den Fenstern. Nahezu alle heute vorhandenen Ausstattungsstücke wurden seit 1960 von dem kunstliebenden früheren Pfarrer Albert Paessens erworben.
Die kleine neugotische Kirche wurde 1887 nach Plänen der Architekten Carl Rüdell und Richard Odenthal gebaut, die später auch die Agneskirche errichteten. 1934 wurde sie nach Westen erweitert, 1962 hat man niedrige Seitenschiff hinzugefügt. Außen an der Westseite ist das Betonrelief eines apokalyptischen Engels eingelassen (Anne Henecka 1964).
Der einschiffige Raum ist durch große Spitzbogenfenster hell belichtet, die Fenster wurden 1830 und 1894 (Westfenster) für eine englische Kirche hergestellt und kamen nach Abbruch dieser Kirche 1987 nach Fühlingen.
Alle seitlichen Scheiben stammen ursprünglich aus einem großen Fenster. Es wurde für St. Marien aufgeteilt und Dieter Hartmann hat fehlende Flächen ergänzt. Alle Fenster haben neutestamentliche Szenen zum Thema, angefangen bei der Verkündigung bis zur Bekehrung des Saulus. Die modernen Chorfenster zeigen marianische Themen (Dieter Hartmann 1988), die kleinen Scheiben des Seitenschiffes greifen einzelne Bilder der Lauretanischen Litanei auf (Dieter Hartmann 1987). Der neugotische Hochaltar wurde 1976 von der Pfarrgemeinde St. Joseph in Viersen erworben. Der moderne Tabernakel ist ein Werk von Anne Henecka (1962), die Elfenbeintafeln zeigen Szenen des Alten und Neuen Testamentes. Rechts vom Chor ist eine gotische Marienfigur aufgestellt; das Jesuskind wurde anlässlich der Kirchenrenovierung im Jahr 1985 von dem Brühler Bildhauer Heinrich Hofmann geschnitzt. Die barocke Figur des hl. Sebastian und die Sakristeiglocke gehörten ursprünglich zu der beim Neubau der Kirche abgebrochenen alten Kapelle am Roggendorfer Weg. Die gotische Antonius-Skulptur und die barocke Plastik des hl. Judas Thaddäus kamen im Jahr 2000 aus dem Nachlass von Pfarrer Albert Paessens in die Pfarrkirche.












