Die Kirche St. Pankratius
Die Krippe von St. Pankratius
Die Krippe wurde entworfen und gebaut von Herrn Ameis, der über 40 Jahre Küster an St. Pankratius war. Von ihm hat Küster Böhm auch die Gestaltung und die Ausstattung der Figuren originalgetreu übernommen.
15 Figuren stellen die weihnachtliche Szene in mehreren Bildern dar. Im Advent sieht man den Esel im Stall stehen, während Joseph und die schwangere Maria auf dem Weg nach Bethlehem dort rasten. Am Heiligabend sieht man dann den Verkündigungsengel, eine Hirtin und 2 Hirten, die vor dem Stall auf das neugeborene Christkind schauen.
Am Tabernakel machen sich die Hl. Drei Könige auf den Weg zur Krippe, die sie am Dreikönigsfest erreichen werden. An der Rückwand des Stalles ist ein Spiegel aufgehängt, in dem sich der Betrachter spiegelt und so selbst zu einem Teil der Krippe wird.
Vom Christkind fließt ein blaues Tuch aus der Krippe heraus, an dessen Ende sich die aufgeschlagene Hl. Schrift mit dem Weihnachtsevangelium liegt. Die Kleidung der Figuren sind von engagierten Frauen aus der Gemeinde entworfen und genäht worden.
Sie können die Krippe täglich von 09.00 – 17.00 Uhr besichtigen. Dazu haben Sie Zeit bis zum 02.02.10, dem traditionellen Ende der Weihnachtszeit.
Informationen zum Kirchbau
Am nördlichsten Ende des heutigen Kölner Stadtgebietes liegt Worringen, das 1288 durch die Schlacht von Worringen in die rheinische Geschichte eingegangen ist.
Bis heute gibt der Ortskern das ausgesprochen intakte Bild eines niederrheinischen Ortes wieder, die vielen großen Höfe rund um die Kirche bezeugen seine bedeutende Geschichte.
Die frühere Pfarrkirche St. Pankratius wurde 1869 zur Schule und später als Wohnhaus umgebaut, der noch erhaltene Turm stammt aus dem 12. Jh. 1837 erbaute der Architekt Josef Schopen eine neuromanische Saalkirche mit Halbkreisapsis, die 1848 einen Turm erhielt und 1863-1866 nach den Plänen des Architekten Heinrich Nagelschmidt im Inneren zur dreischiffigen Hallenkirche umgebaut wurde. Beim Eintreten empfängt den Besucher ein unerwartet weiter Hallenraum. Schlanke Säulen tragen das Kreuzgratgewölbe, die zurückhaltend moderne Ausmalung von Hermann Gottfried (1975) und viele historische Ausstattungsstücke bestimmen den Raumeindruck. Die Kanzel entstand 1864, wenig später entstanden die Beichtstühle und die Kirchenbänke.
Die farbigen Langhausfenster stammen aus der Zeit um 1918-21, fehlende Scheiben wurden 1965 durch die grau getönten Gläser von Franz Pauli gefüllt. Die stark-farbigen Apsisfenster entwarf Wilhelm Remmes 1919, vier Scheiben zeigen Szenen der Passionsgeschichte (von rechts: Christus am Ölberg, Geißelung, Dornenkrönung, Kreuz-tragung), drei sind abstrakt.
1959 wurde der Chor neu gestaltet, die gesamte Ausstattung schuf Karl Matthäus Winteraus Limburg (Altar, Tabernakel, Taufstein mit Messingdeckel, bronzenes Altarkreuz und Leuchter), die Apsisausmalung zur Apokalypse stammt von Hermann Gottfried (1975). 1998 erhielt die Kirche eine neue Orgel, die den barocken Prospekt (um 1750) aus der alten Kirche am Markt übernahm. Die Firma Seifert aus Kevelaer errichtete seitlich zwei zusätzliche Pedaltürme, so war Platz für 31 Register und man konnte trotzdem den denkmalgeschützten alten Prospekt erhalten.












