Die Kirche St. Katharina v. Siena


 

Die Krippe von St. Katharina von Siena

 

Blumenberg ohne Kirche? Nein. So wurde von Anwohnern eine Holzkirche gebaut, eine Notkirche ist entstanden.

Eine Kirche zu Weihnachten ohne Krippe? Nein. Viele Kinderaugen wären enttäuscht gewesen und auch uns Erwachsenen hätte etwas gefehlt.

Eine Krippe kaufen? Dafür waren keine Mittel vorgesehen.

 

Wenn man schon eine neue Kirche baut, sollte es auch möglich sein, eine Krippe zu erstellen. Ein Aufruf im Kirchenblatt - und schon war eine Krippenbaugemeinschaft entstanden. Aus unserer Mitte hatte eine Familie ihre Krippe aus Bienenwachs selber gemacht. Die Köpfe und die Hände aus Wachs,  eingebunden auf ein Holzgestell und mit schönen Kleidern angezogen.

Dieses Konzept sollte umgesetzt werden. Nun war der Mittwochabend Basteltag. Wir waren ein großer Kreis, jeder mit seinen eigenen Stärken. So gab es die, die Köpfe und Hände modellierten, ein Jeder mit seinem eigenen Stil. Holzverarbeiter bauten die Untergestelle und eine Scheune, Näherinnen nähten die schönen Gewänder. Es kamen die schönsten Stoffe zum Einsatz, vom einfachen Baumwollstoff für die Hirten, bis hin zu edlen bestickten Kissenbezügen, aus denen die Gewänder der Könige entstanden. Der Ideenreichtum war groß; so entstanden auch ein Engel, viele Hirten und auch ihre Schafe, Brunnen, Lastkarren und Zäune.


 

Informationen zum Kirchbau

Aus einem Architekturwettbewerb unter renommierten Baumeistern ging Heinz Bienefeld als Sieger hervor. Er überzeugte mit seinem Entwurf eines "quergestellten" Kirchenraums die Jury. Hierzu hatte das Preisgericht folgendes zu Protokoll gegeben: "Die Kirche in der Mitte des gesamten Gebäudekomplexes fasziniert durch ihre unkonventionelle, neue Gestaltung. Sie wird bestimmt durch die Ausrichtung der Gemeinde quer zur Längsachse des ‚schiffsförmigen' Raumgrundrisses und seiner beiden Zugänge an der Bug- und Heckseite. Der introvertierte Kirchenraum als Spange zwischen zwei Straßen bildet ein überraschendes Raumerlebnis." Die weitere Planung des Pfarrzentrums geriet durch den frühen Tod von Heinz Bienefeld ins Stocken. Der Sohn des Verstorbenen, Nikolaus Bienefeld, führte das Werk seines Vaters weiter und plante das Zentrum, zu dem neben der Kirche auch ein Kindergarten samt Spielfläche im Innenhof, Pfarrbüro, Pfarrsaal, Dienstwohnung, Mietwohnungen und Praxen sowie Tiefgarage gehören, im Detail weiter.
Mit einem symbolischen Spatenstich am 3.August 2001 wurden die Bauarbeiten zum neuen katholischen Pfarrzentrum auf einem Grundstück im Bereich von Döbraberg- und Schneebergstraße begonnen.

 Am 11.Dezember* 2001 wurde dann in einer feierlichen Zeremonie der Grundstein gelegt. In den folgenden Monaten schritten die Bauarbeiten gut voran und man konnte schon bald die Ausmaße und Proportionen des Bauwerks erkennen. Markant wirken die einzelnen Schichten des aus Beton gegossenen Kirchenkörpers. Die Färbung entstand insbesondere durch verschiedenfarbige Steinzugaben. Zusammen mit dem Boden ergeben sich zwölf Schichten, die an die zwölf Grundsteine der Mauern Jerusalems in der Offenbarung erinnern sollen. Der abgesenkte Boden und das erhöhte pagodenförmige Dach in der Mitte der Kirche bewirken im Zusammenspiel mit dem quergestellten Altarraum, dass trotz der großen Ausmaße ein intimer Bereich entsteht. Dieser intensiven, verinnerlichenden Wirkung und Konzentration auf den Altar und die sich halbkreisförmig darum versammelnde Gemeinde vermag sich kaum ein Besucher dieses Ortes zu entziehen.

Auch der Innenraum der Kirche spiegelt wieder, mit welchen Materialien gebaut wurde. So wurde der Tabernakel in ein Geflecht aus Baustahlmatten gesetzt. Der auch wie im Außenbereich „gespitzelte“ Beton – hierbei wurden die im Beton zugegeben Steine z. B. Quarze, Granitkiesel durch aufmeißeln gebrochen, damit diese schönen, teilweise kristallähnlichen Farben ohne Zementschleier wirken können-. Auch ergibt sich im Zusammenspiel mit dem Fensterband unterhalb der erhöhten Decke ein interessantes „Licht und Schattenspiel“ im Altarraum.

Erst nach der feierlichen Weihe durch Kardinal Joachim Meisner am 14. Dezember 2003 wurde die Weimbsorgel durch die Orgelbaufirma als Kircheninstrument eingebaut und ebenfalls feierlich eingeweiht. (www.weimbs.de).

Parallel zum Innenausbau der Kirche entstand der Kirchturm, der mit seinem markanten Äußeren das Pfarrzentrum weithin sichtbar macht. Im inneren des Glockengestühls erhebt zu jeder Messe eine Glocke der Glockengießerei Petit & Gebr. Edelbrock
(www.petit-edelbrock.de) ihre sonore, weithin hörbare Stimme.


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