Ministranten– eine starke Gemeinschaft

 

Unsere Ministranten - ein starker Dienst

„Die Jugend von heute lebt in einer säkularisierten, ganz aufs Materielle ausgerichteten Kultur. Sie erlebt im Alltag - in den Medien, im Beruf, in der Freizeit - meist eine Kultur, in der Gott nicht vorkommt. Und doch wartet sie auf Gott. … Unsere Antwort auf diese Erwartung muß vielschichtig sein. Die Weltjugendtage setzen voraus, daß junge Menschen in ihren Lebensräumen, besonders in der Pfarrei, die Begegnung mit dem Glauben empfangen können. Da ist z. B. der Dienst der Ministranten wichtig, der Kinder und junge Menschen in Berührung mit dem Altar, mit dem Wort Gottes, mit dem Innenleben der Kirche bringt. Setzt dieses Mühen fort und sorgt dafür, dass die Ministranten in der Kirche wirklich Gott, seinem Wort, dem Sakrament seiner Gegenwart begegnen können und lernen, von daher ihr Leben zu gestalten.“ Papst Benedikt XVI

 

 

Messdienerplan Blumenberg


Interview mit den Messdienern Max Blom, Jessica Kozielski und Sebastian Pitzler

Was ist bei Euch anders als bei anderen Messdienern?

Max: Wir haben das klassische Rollenverhältnis aufgelöst. Gab es bisher einen Obermessdiener, der der Älteste war und das Sagen hatte, haben wir unsere Struktur umgestellt. Aus allen älteren Messdiener haben wir eine Leiterrunde zusammengestellt, die alles demokratisch entscheidet. Zur Zeit sind es 10, die in der Leiterrunde mitentscheiden.

Wie wird man Messdienerleiter?

Jessica: Wir haben jetzt neu entschieden, dass man ab 15 Jahre einen Leiterkurs absolvieren muss, um mit 16 Jahren zur Leiterrunde zu gehören. Die Jugendlichen lernen dort Erste Hilfe, Kinder und Jugendliche in Gruppen zu leiten und erhalten zum Abschluss eine Jugendleiterkarte.

Was lässt die Messdiener dass Gefühl bekommen, hier ist eine Gemeinschaft?

Sebastian: Wir bieten regelmäßige Proben für die Messdiener an. Jeden ersten Freitag im Monat. Darüber hinaus bieten wir Freizeitaktivitäten an, wie z. B. 2007 die große Messdienerfahrt nach Rom, wie auch in diesem Jahr nach Wien, aber auch Wochenendfahrten in die Umgebung, Ausflüge in den Zoo, Rahmenprogramme zu den Hochfesten wie Ostern und Weihnachten, und vieles mehr.

Max:
Besonders hervorheben möchten wir unseren Messdienersport, der 2008 begonnen hat. Es ist eine Gelegenheit frei zu entscheiden, wie man sich gemeinsam sportlich betätigen möchte, ohne sich dauerhaft auf eine bestimmte Sportart festzulegen.
Sebastian: Es bietet einfach eine Gelegenheit regelmäßig zusammenzukommen und etwas gemeinsam zu unternehmen.

Was macht Messdienerdienst eigentlich cool für Euch?

Jessica: Es ist schön unter Gleichgesinnten zu sein und etwas zusammen zu machen, ohne in einem Verein zu sein. Natürlich hat es auch etwas mit unserem Glauben zu tun. In der Schule wissen die meisten, dass wir Messdiener sind, da haben wir keine Probleme.

Sebastian:
Mittlerweile haben wir viele ältere Messdiener. Die kleineren Messdiener werden schon mal in der Schule deswegen gehänselt, aber die älteren Messdiener sind ein guter Rückhalt für sie. Mit 12-14 Jahren ist schon mal schwieriger dazu zustehen, wenn man sich selbst erst noch finden muss. Aber mit einer Gemeinschaft im Rücken fällt es eben leichter dabei zu bleiben.

Was macht euch für andere Kinder und Jugendliche besonders interessant?

Jessica: Wir sind eine gute Gemeinschaft, die viel Spaß miteinander hat und gut zusammenhält.

Max:
Messdiener sein ist eine praktische Möglichkeit den Glauben näher kennenlernen und in die Kirche hineinzuwachsen.

Sebastian:
Hier können die Kinder erfahren, dass sie nicht allein sind mit ihrem Glauben, sondern dass auch andere gerne glauben.

Vielen Dank